Dr. Marcel Huber

Dr. Marcel Huber

TONKUNST ZWISCHEN TRADITION UND MODERNE

Bayern lebt von den Gegensätzen zwischen Tradition und Moderne. Es ist multikulturell und doch geprägt von Brauchtum, Bodenständigkeit und einem einzigartigen Landschaftsbild. Diese Spannungsfelder aufgreifen will auch das neue Musikereignis „Code Modern“. Es hat sich hierfür insbesondere die ländlichen Regionen des Landes vorgenommen.

Musik der Gegenwart, die ohne die Verbindung zur Vergangenheit nicht auskommen mag; Musikvermittlung, die Türen in neue Klang- und Tonwelten öffnet; Konzertdesign, das neue Veranstaltungsorte und Begegnungsräume einbindet und sie durch Musik und Kunst, durch Stimmen und Instrumente für einen Tag lebendig werden lässt – diese interessanten Verknüpfungen sind die Notenlinien, auf und zwischen denen die Inhalte und Formate dieses Festivals festgeschrieben werden. 

Der (Noten-)Schlüssel dazu ist das jährlich wechselnde, tonangebende Motto der musikalischen Reise, die durch das ganze Kalenderjahr führen soll. Bunt und abwechslungsreich, vor allen Dingen bewusst aus den Kulturmetropolen heraus ins offene Land getragen, mit dem Versuch, wirklich alle, die sich dort noch nicht (oder nur wenig) mit aktueller Musik auseinandergesetzt haben zu erreichen, zu berühren, zu erfreuen. 

Zeitgemäß ist hier nicht allein die Tonkunst, es ist besonders das Flechtmuster der verschiedenen Möglichkeiten des Zusammenspiels im Dialog und Diskurs. „Code Modern“ – ein Kaleidoskop von Ideen und Initiativen, die junge, neugierige ebenso wie erfahrene und neugierig gebliebene Konzertbesucher wie mich ansprechen. 

Auch Mozart und Beethoven waren zu ihrer Zeit moderne Komponisten zeitgenössischer Musik. Ebenso wie sie es waren, sind ihre heutigen musikalischen Nachfahren angewiesen auf offene Ohren und Herzen für die Musik unserer Zeit.

Dr. Marcel Huber, MdL
Präsident des Bayerischen Musikrates e.V.